Gassi gehen, Quality Time für Mensch und Hund

Freude beim Gassi gehen – eine Frage der Einstellung

Tägliches Gassi gehen und das sogar mehrmals am Tag gehört zum ganz normalen Hundealltag.

Bei unseren Gassi Runden wundern wir uns manchmal, wie sichtbar genervt, manche Leute mit ihren Hunden unterwegs sind.


Interessanterweise ist das Regional ziemlich unterschiedlich.

Wir sind zum Glück „Back to the roots“ vor einer Weile wieder zurück in unsere alte Heimat gezogen.

Dort ist der Umgang mit den Hunden toll und auch die Leute, die man unterwegs trifft, sind viel aufgeschlossener und freundlich.


Doch das ist leider nicht überall so.

Woanders haben wir schon erlebt, dass Leute mit dem Handy in der einen und einer Kaffeetasse in der anderen Hand mit ihren Hunden Gassi waren.



Die Hunde waren natürlich alle frei und hatten noch nicht einmal ein Halsband an.

Das diese Leute gedanklich überhaupt nicht bei ihren Hunden waren, muss ich ja nicht extra erwähnen.

An manchen Tagen wurde die Kaffeetasse und das Handy gegen eine Schüssel Müsli getauscht, die dann während dieser tollen Gassi Runde hastig leer gelöffelt wurde.


Andere hatten die Hunde wenigstens angeleint.

Sobald der Feldweg anfing, wurden automatisch die Leinen gelöst und die Hunde sich selbst überlassen.
Die Halter sind mit versteinerten Blicken hinter ihren Hunden hergelaufen, als wären sie auf dem Weg zu einer Beerdigung.


Sobald die Tiere sich gelöst hatten, wurde sofort umgedreht.


Irgendwie schwer für uns zu verstehen.

Ich hole mir doch keinen Hund oder sogar mehrere, wenn ich keine Freude am Alltag mit ihnen habe.


Alex und Eddy schauen grinsend in die Kamera.
Wir haben unterwegs immer viel Spaß



Gassi gehen ist Gemeinsamkeit

Gassi gehen ist eine schöne gemeinsame Zeit mit dir und deinem Hund.


Das einzige, was vielleicht nicht immer toll ist, ist das Wetter, aber da kann man ja mit der richtigen Kleidung oder dem richtigen Zeitpunkt für die Gassirunde gegensteuern.

Es zwingt einen ja niemand ausgerechnet bei Starkregen oder heftigem Gewitter Gassi zu gehen.


So richtig extreme Wetterlagen dauern ja auch keine Stunden und sind immer mit Pausen unterbrochen, die man nutzen kann.


Das ist auch im Sinne der eigenen Sicherheit und der des Hundes zu raten.


Etwas Regen oder Schneefall zähle ich nicht zu schlechtem Wetter.

Da steht man als Hundehalter drüber, genau wie zu den unterschiedlichsten Tages und Nachtzeiten für die Gassi Runden.


GPS Tracker für Hunde.
Für ängstliche Hunde gibt es GPS Tracker


Gassi gehen mitten in der Nacht

Ich liebe es zum Beispiel mitten in der Nacht eine Runde durchs Feld und dann anschließend durch den komplett leeren und ruhigen Ort zu ziehen.



Habt ihr das schon mal gemacht?
Ich kann das echt empfehlen. Ihr glaubt nicht, was ihr nachts mitten im Ort für Tiere sehen könnt, die ihr dort bei Tag niemals zu Gesicht bekommt.


Marder und Füchse wundern mich schon lange nicht mehr. Auch Rehe und Wildschweine in den Gärten und sogar den Vorgärten sind nicht unmöglich.


Verschiedene Taschenlampen und eine Stirnlampe liegen vor einem Hund. Als Hunde Gassi-Gänger bei Dunkelheit ist Licht ein wichtiger Sicherheitsfaktor.
Mit der richtigen Lampe kann man auch nachts Gassi gehen


Begegnung mit Wildschweinen

Vor Wildschweinen hatten wir früher sehr großen Respekt.


Wenn wir heute auf Wildschweine treffen, ist das immer noch ein komisches Gefühl. Wir haben aber gelernt, dass die sich überhaupt nicht für uns interessieren.


Um es nicht darauf ankommen zu lassen, ändern wir bei Kontakt mit Wildschweinen aber immer unseren Weg. Inzwischen mit einem viel langsameren Herzschlag als bei den ersten Begegnungen.


Wir haben auch mal einen Jäger auf Wildschweine angesprochen.
Von ihm haben wir auch interessante Informationen bekommen. Für Wanderer ohne Hund sind Wildschweine nicht so das Thema.



Hat man einen Hund dabei ist es etwas gefährlicher, da die Wildschweine den Hund als Bedrohung ansehen könnten.

Also lieber mal einen Umweg in Kauf nehmen, als etwas zu riskieren.


Achtet auf die Signale eures Hundes

Achtet ihr eigentlich unterwegs auf die Signale eures Hundes?

Wie er durch seine Körpersprache mit euch kommuniziert?

Nein?
Das ist aber schade und sollte unbedingt von euch geändert werden.


Euer Hund nimmt die Umwelt um sich herum viel intensiver wahr als uns das jemals möglich ist.

Einen entgegen kommenden Jogger oder Wanderer hat er schon lange vor uns wahrgenommen.


Wenn ihr euren Hund lesen könnt, werdet ihr feststellen, dass der Hund diese Informationen auch an euch weitergibt.

Die Signale sind sehr fein.

Achtet einfach mal auf die Ohren. Dann kommt meistens noch ein kurzer Rückblick zu euch dazu, nach dem Blickkontakt mit euch zeigt der Hund an aus welcher Richtung etwas kommt.


Hundeblick. Mein Belgischer Schäferhund hat sehr viele freundliche Gesichter.
Was will dieser Blick wohl sagen?


Mit der Zeit findet ihr schnell raus, was das alles zu bedeuten hat und wie ihr es immer besser versteht.


Der Hund kann euch nicht nur anzeigen, dass gleich etwas kommt.

Er kann euch auch zu verstehen geben, dass gleich etwas kommt, wo ihr etwas aufmerksamer sein solltet.


Wenn ihr ein gutes Team seid, könnt ihr nachts bei vollkommener Dunkelheit unterwegs sein.

Euer Hund wird euch sicher durch die Dunkelheit leiten und euch zu verstehen geben, wann ihr vielleicht mal die Taschenlampe einschalten solltet.


Gestalte die Gassi Runde spannend

Langeweile beim Gassi gehen?

Nicht mit uns!


Wir gestalten unsere Gassigänge immer abwechslungsreich und machen Unterwegs ein paar Übungen, Futtertreiben oder Suchspiele.



Ein umgestürzter Baum, der quer über dem Weg liegt, ist für Eddy kein Hindernis, sondern eher eine kleine willkommene Sporteinlage, die ohne zu zögern überwunden wird.

Wenn man mit offenen Augen unterwegs ist, findet man immer etwas, das man als „spannendes“ Element in die Runde einbauen kann.


Eine Reihe mit Absperrpfosten wird so zum Slalom-Parcours. Bänke ohne Rückenlehne kann man als Hürde zum Überspringen einsetzen.


Die innere Einstellung ist entscheidend

„Schon wieder muss ich mit dem Hund raus.“

Oder: „Toll, ich kann wieder mit meinem Hund raus ins Freie.“


Hier geht es zweimal komplett um die gleiche Sache, nämlich Gassi gehen.

Einmal mit einer negativen Einstellung und einmal mit einer positiven Einstellung dazu.


Habt ihr gleich eine positive Einstellung, wird sich das auf den Hund und auf die ganze Runde übertragen.

Andersherum natürlich auch.


Geht also einfach positiv durchs Leben. Es ist viel zu kurz, um sich zu ärgern oder zu stressen.
Und Hand aufs Herz, es gibt doch keinen besseren Stressabbau als eine gemeinsame Runde mit seinem vierbeinigen Freund.

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