12 giftige Lebensmittel für Hunde, jetzt informieren

Unterschätzte und unbekannte Gefahren für Hunde durch ganz normale Lebensmittel

Was bedeutet giftig überhaupt?

Giftige Lebensmittel für Hunde kommen in jedem Haushalt vor.
Doch wie wird giftig eigentlich interpretiert?
Giftig wird oft mit tödlich gleichgesetzt.
Doch das ist zum Glück nicht der Fall. Giftig bedeutet, dass ein Stoff in Abhängigkeit der Dosis (also der aufgenommenen Menge) einem Organismus (Mensch, Tier oder Pflanze) einen Schaden zufügt.
Je nach Menge ist fast jeder Stoff giftig.
Würde ein Mensch zum Beispiel 10 L Wasser auf einmal trinken, wäre das tödlich.
Die schädliche Giftwirkung kann eine vorübergehende Beeinträchtigung (Übelkeit, Erbrechen), eine dauerhafte Schädigung und im schlimmsten Fall der Tod sein.


Vorsicht, diese Lebensmittel sind giftig für den Hund

Viele Hundehalter kennen nicht die Gefahr von Lebensmitteln, die für Menschen völlig unbedenklich, aber für den Hund gesundheitsschädlich oder sogar tödlich sein können.
Dieses Wissen gehört zu den absoluten Grundkenntnissen. Fragt ruhig mal in eurem Bekanntenkreis nach, ob jeder diese Gefahren kennt.

Hier liste ich mal einige giftige Lebensmittel für Hunde auf:


Xylit/Xylitol

Dieser Zuckerersatzstoff ist auch als E967 bekannt. Zu finden ist Xylit in vielen zuckerfreien Produkten wie, Kaugummis, Bonbons, Schokoriegeln, Keksen und sogar in Zahnpasta! Xylit führt beim Hund zu einer verstärkten Insulinausschüttung. Dadurch fällt der Blutzuckerspiegel schnell lebensbedrohlich ab. Die letale Dosis liegt bei nur 3-4 g pro kg Körpergewicht. Diese Gefahr ist leider nur wenig bekannt. Unbedarftes Füttern von zuckerfreien Keksen oder anderen Süßigkeiten kann für den Hund zur tödlichen Gefahr werden.


Schokolade

In Schokolade ist eine chemische Verbindung mit dem Namen Theobromin enthalten. Schon 20 mg pro kg Körpergewicht lassen beim Hund erste Vergiftungsanzeichen auftreten. Die letale Dosis liegt bei 100 – 300 mg pro kg Körpergewicht des Hundes. Den höchsten Gehalt von Theobromin hat dunkle Schokolade. In Vollmilchschokolade ist der Theobromingehalt deutlich geringer, in weißer Schokolade ist so gut wie kein Theobromin enthalten. In Kakaopulver ist der Theobromingehalt sogar noch höher als in dunkler Schokolade. Eine Tafel dunkle Schokolade kann für einen 15 kg schweren Hund zum Tod führen!  


Avocado

Der enthaltene Giftstoff Persin führt beim Fressen von größeren Mengen Avocado zu Vergiftungserscheinungen. Es gibt auch Avocado Sorten, die ungiftig sind. Man kann diese aber nicht unterscheiden. Deshalb sollte man Avocado auf keinen Fall zum Fressen geben.


Macadamia

Ist für den Hund giftig, aber in der Regel nicht tödlich. Besser nicht damit füttern.


Giftige Lebensmittel für Hunde. Macadamia Nüsse wie hier im Bild gehören dazu.
Macadamia Nüsse sind nichts für Hunde
Hülsenfrüchte

Erbsen und Bohnen enthalten im rohen Zustand das Gift Phasen und führen bei ungekochter Verfütterung zu Verdauungsproblemen. Erbsen und Bohnen also unbedingt vor dem Füttern kochen.


Nachtschattengewächse

Unter die Nachtschattengewächse fallen zum Beispiel: Tomate, Aubergine, Paprika und die Kartoffel. Der hier enthaltene Giftstoff im rohen Zustand nennt sich Solanin. Kartoffeln darf man gekocht verfüttern. Tomaten, rote Paprika und Aubergine dürfen als sehr reife Früchte in kleinen Mengen und nur in gekochter Form verfüttert werden. Grüne Paprika sollte man auf keinen Fall füttern. Das Kochwasser muss abgegossen werden, da sich der giftige Stoff Solanin im Kochwasser auflöst.


Weintrauben/Rosinen

Vergiftungserscheinungen treten schon bei geringen Mengen auf. Das enthaltene Gift ist von der Wissenschaft noch nicht identifiziert worden. Die Dosis ist auch von Hund zu Hund sehr verschieden. Hier muss man einfach aufpassen und keine Weintrauben und Rosinen füttern.


Steinobst

Kirschen, Pflaumen, Aprikosen, Pfirsich sind für Hunde im Normalfall gut verträglich. Probleme können aber durch die Kerne entstehen. Eine Gefahr wäre ein Darmverschluss durch die Kerne. Die weitere Gefahr ist das in den Kernen enthaltene giftige Cyanid. Cyanid ist besonders gefährlich, wenn der Hund die Kerne zerbeißt.


Zwiebeln/Knoblauch

In Zwiebeln und Knoblauch sind Sulfide enthalten. Diese zerstören die roten Blutkörperchen und führen dadurch zur Blutarmut. Die toxische Dosis beträgt 5 g pro Kilogramm Körpergewicht. Für einen 20 kg schweren Hund können zum Beispiel schon zwei Knoblauchknollen gefährlich werden.


Salz

Für gesunde Hunde ist Salz in kleinen Mengen kein Problem. Hunde, die eine Erkrankung am Herz haben dürfen, keine salzigen Speisen oder gesalzene Speisereste vom Tisch bekommen. Auch gesunden Hunden sollte man möglichst keine gewürzten Speisereste vom Tisch verfüttern.


Rohes Schweinefleisch

In rohem Schweinefleisch kann das Aujeszky-Virus enthalten sein. Dieses Virus löst die immer tödlich verlaufende Pseudo-Wut aus. Diese Krankheit kann nicht behandelt werden. Besonders hoch ist das Risiko bei rohem Fleisch von Wildschweinen.


Alkohol

Hat im Prinzip die gleiche Wirkung beim Hund wie es auch auf den Mensch wirkt. Die Folgen von aufgenommenem Alkohol können von Erbrechen bis Koma reichen. Da Alkohol nur sehr langsam und nicht vollständig verstoffwechselt wird, treten Probleme bereits bei geringen Mengen auf.


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Weitere mögliche Gefahrenquellen im Haushalt:

Neben normalen Lebensmitteln lauern noch weitere Gefahren im häuslichen Umfeld auf unsere Hunde. Man darf sich natürlich nicht verrückt machen und überall nur noch Gefahren sehen, aber man sollte darüber Bescheid wissen.
Vielleicht zeigt euer Hund einmal Anzeichen einer Vergiftung und euch fällt direkt ein das er vorher etwas gemacht, hat das, es erklärt.
Das erspart Rätselraten und wenn es wirklich ernst ist auch Zeit.
Man kann dann beim Tierarzt sagen, das man vermutet das der Hund vorher eine Pflanze, eine Kippe oder sonst was gefressen hat.
Alles kann man leider nicht verhindern.
Wenn man es benennen kann, ist das aber extrem hilfreich.

Medikamente, Zigaretten (auch Kippenreste und Tabak), Haushalts-Chemikalien, Reinigungsmittel, Waschmittel und vieles mehr sind alles Beispiele, die in fast jedem Haushalt anzutreffen sind.

Zu erwähnen wären auch noch giftige Garten und Zimmerpflanzen. Da gibt es auch eine ganze Menge.


Vergiftungen erkennen

Die Anzeichen einer möglichen Vergiftung können sehr unterschiedlich ausfallen.

Mögliche Vergiftungssymptome können sich zum Beispiel so äußern:


Erbrechen/Durchfall
-Appetitlosigkeit
-Bauchschmerzen
-Blasse Schleimhäute
-Verengte oder erweiterte Pupillen 
-Muskelzittern/Krampfanfälle
-Starkes Speicheln
-Atemnot
-Beschleunigte Herzfrequenz/Herzrasen
-Abgeschlagenheit oder Unruhe
-Blut in Kot oder Urin
-Lähmungserscheinungen bis zur Bewusstlosigkeit


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Verhalten im Notfall

Je nach Art der Vergiftung können unterschiedliche Maßnahmen erforderlich sein. Es kann hilfreich sein Erbrechen herbeizuführen, aber genauso gut kann Erbrechen genau die falsche Maßnahme sein.
Wenn man nicht sicher ist den Tierarzt anrufen und sich vor der Fahrt nach dort über mögliche Erste Hilfe Maßnahmen informieren.
Hat sich der Hund von selbst erbrochen, sollte man davon eine Probe für die Diagnostik zum Tierarzt mitnehmen.

💡T I P P

Speichert euch die Nummer von eurem Tierarzt und den nächsten Tierkliniken im Handy ab. Da müsst ihr im Notfall keine Zeit mit suchen verschwenden.
Auch die Nummer der Giftnotrufzentrale sollte man gespeichert haben.

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