Durchfall beim Hund und Erste Hilfe

Ein Thema das wohl jeder Hundehalter kennt. Plötzlich hat der Hund ohne erkennbaren Grund Durchfall.
Genau wie bei uns Menschen ist das erst mal kein Grund zur Sorge.
Oft verschwindet das Problem genauso schnell von allein, wie es gekommen ist.
Hält der Durchfall allerdings länger als zwei Tage an, ist es ein Fall für den Tierarzt.
Man sollte auch einen Unterschied zwischen weichem Stuhl und echtem Durchfall machen.
Die Gründe reichen von vollkommen harmlos bis zu ernsteren Ursachen.
Durchfall ist übrigens keine Krankheit, sondern nur ein Symptom, also ein Krankheitsanzeichen, für das immer eine Ursache vorliegt.

Durchfall von weichem Stuhl unterscheiden

Im Unterschied zu weichen Stuhl ist der Absatz dringend und kann sogar (auch bei sonst absolut stubenreinen Hunden) in die Wohnung gehen. Ein weiteres Merkmal ist die Häufigkeit des Löse Bedürfnisses. Muss der Hund, wenn er gesund und fit ist vielleicht 2-3 mal am Tag sein großes Geschäft verrichten, ist der Drang vor die Tür zu gehen bei Durchfall deutlich höher und notwendiger.
Kann man die Hinterlassenschaften nicht mehr mit einem Kotbeutel aufheben, ist die Grenze zu weichem Stuhl klar überschritten.

Gesundheitliche Gefahren von Durchfall beim Hund

Das größte Problem, das bei Durchfall auftreten kann, ist eine durch den hohen Flüssigkeitsverlust bedingte Austrocknung (Dehydrierung) des Hundes. Besonders für Welpen, ältere oder gesundheitlich vorbelastete Hunde ist eine Austrocknung sehr gefährlich.
Man kann eine Austrocknung daran erkennen, dass die Maulschleimhäute klebrig und trocken sind. Gezogene Hautfalten bilden sich nur langsam zurück, unter Umständen wirken die Augen eingefallen.

Eine starke Austrocknung ist ein Notfall und muss sofort beim Tierarzt behandelt werden!

Gründe für Durchfall beim Hund

Stress

Ein häufiger Grund ist Stress. Gerade nervöse Hunde reagieren dann schnell mit Durchfall. Stress zählt zu den harmloseren Auslösern. Hier hat man als Hundehalter selbst die Chance etwas zu ändern, indem man die Stressquelle erkennt und in Zukunft möglichst vermeidet.

Futterumstellung

Eine weitere harmlose Ursache kann zum Beispiel durch eine Umstellung des gewohnten Futters erfolgen. Der Magen-Darm-Trakt des Hundes kommt dann im wahrsten Sinne des Wortes durcheinander und reagiert mit Durchfall, Blähungen oder Verstopfung.
Aus diesem Grund sollte eine Futterumstellung auch immer in kleinen Schritten erfolgen.

Gestörte Darmflora

Eine gestörte Darmflora kann ebenfalls zu Durchfall führen. Hier ist das Verhältnis zwischen guten und schlechten Darmbakterien gestört. Das kommt oft nach einer Behandlung mit Antibiotika oder einer Wurmkur vor.
Zur Unterstützung der Darmflora kann man schon vor einer Antibiotaktgabe oder einer Wurmkur eine Kur mit Heilmoor beginnen.
Heilmoor kann man problemlos längere Zeit zum Futter geben.
Wir haben damit hervorragende Erfahrungen gemacht. Auch mit Joghurt kann man die Bildung von guten Darmbakterien unterstützen und fördern.

Vergiftungen

Eine ernstere Ursache kann eine mögliche Vergiftung sein. Es gibt einige Lebensmittel, die für Menschen unbedenklich, aber für Hunde nicht genießbar sind. Klaut der Hund Essensreste oder, wird aus Unwissenheit, mit etwas Ungenießbarem gefüttert, kann das auch zu Durchfall und Erbrechen führen.
Das Gleiche gilt für abgestandenes Wasser (stehende Pfützen) und verdorbenes Futter.

Parasiten

Manchmal fängt sich ein Hund in seinem Leben unerwünschte Untermieter in Form von Würmern oder anderen Parasiten ein. Ein Zeichen für solche Untermieter kann rötlicher, mit Blut und Schleim versetzter Durchfall sein.

Medikamente, Wurmkur

Durchfall kann auch durch verschiedene Medikamente oder eine Wurmkur ausgelöst werden.

Durchfall kommt bei jedem Hund mal vor.  Wenn er länger anhält, sollte man zur Abklärung zum Tierarzt gehen.
Im Zweifel lieber schnell zum Tierarzt

Im Zweifel lieber sofort zum Tierarzt

Als Hundehalter kennt man seinen Hund ja selbst am besten, wenn man weiß das sein Hund zum Beispiel bei stressigen Situationen oft mal mit Durchfall reagiert muss man nicht in Panik verfallen und jedes Mal zum Tierarzt rennen.
Hier kann man erst mal zu altbewährten Hausmitteln zurückgreifen.
Kennt man aber die Ursache für den Durchfall nicht und es kommen noch weitere Symptome wie beispielsweise Erbrechen, Fieber, Unruhe, Zittern oder andere Auffälligkeiten dazu sollte man schnellstmöglich seinen Tierarzt aufsuchen.
Auch wenn nicht zwangsläufig eine ernste Ursache vorliegt, kann der Hund evtl. Schmerzen haben und länger andauernder Durchfall ist eine starke Belastung für den Organismus.
Hat man das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, sollte man keine Zeit damit verschwenden in Foren und Internetgruppen nach Hilfe zu fragen.
Zum einen bekommt man nicht immer sofort eine Antwort und zum anderen weiß man nicht wer einem da schreibt und welche Qualifikation er hat.
Wenn man aus welchen Gründen auch immer gerade keine Möglichkeit hat zum Tierarzt zu fahren, sollte man wenigstens dort anrufen und sich telefonisch fachlichen Rat holen.
Es gibt inzwischen sogar Tierärzte die man per Videochat erreichen kann.
Das kann zwar nicht in jedem Fall den Gang oder die Fahrt in die Praxis ersetzen aber man bekommt schnell eine erste Einschätzung vom Profi.

Erste Hilfe

Als Erste sofort Hilfe kann man Heilerde geben. Damit wird aber nur der Stuhlgang gefestigt (Heilerde bindet viel Wasser) und kaum etwas an den möglichen Ursachen bekämpft.
Besser ist es ein Fastentag mit anschließender Darmsanierung.

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Heilerde haben wir immer in unserer Hausapotheke vorrätig.
Kann für Mensch und Hund verwendet werden.

Erste Phase: Fasten

Die erste Maßnahme ist ein Fasten für 12 h – 24 h.
Das bedeutet, dass man seinem vom Durchfall betroffenem Hund 24 h lang kein Futter und auch keine Leckerlis gibt. Durch diesen Fastentag wird vereinfacht ausgedrückt praktisch ein Magen-Darm-Reset durchgeführt.
Am Fastentag ist es wichtig, dass der Hund genügend zu trinken bekommt. Frisches Wasser muss ständig zur freien Verfügung stehen.
Durch den Durchfall kann es vorkommen, dass der Flüssigkeitshaushalt gestört ist,
wenn der Hund nicht trinken will, sollte man ihn dazu animieren.
Etwas Vorsicht ist bei kleinen Hunderassen geboten, diese können aufgrund ihres beschleunigten Stoffwechsels schnell unterzuckern.
Bei kleinen Rassen sollte man das Fasten auf ein paar Stunden beschränken und anschließend anfangen etwas Schonkost zu füttern.

Moro oder Morosche Karottensuppe, bekanntes Hausmittel Nr. 1 bei Durchfall

Zweite Phase: Schonkost

Durch den Fastentag sollte sich der Margen-Darm-Trakt jetzt etwas erholt haben und bereit für die Aufnahme von leichter Schonkost sein.
Für die nächsten 1 – 2 Tage bietet sich als bekannte Schonkostvariante die Morosche Möhrensuppe an.
Die Wirksamkeit dieses altbekannten Hausmittels wurde vor einigen Jahren sogar wissenschaftlich bestätigt. (Passender Artikel in der Ärztezeitung)
Das Rezept für die Morosche Möhren oder Karottensuppe ist sehr einfach:

500 g Karotten
1 Liter Wasser
1 Prise Salz

Die Karotten werden geschält und in kleine Stücke geschnitten. Die Karotten in einem Liter Wasser aufkochen und dann (das ist das Wichtigste an diesem Rezept) mindestens 90 Minuten weiter köcheln lassen,
wenn zu viel Wasser verkocht immer etwas nachfüllen damit die Karotten nicht anbrennen.
Nach 90 Minuten vom Herd nehmen und das Wasser wieder auf einen Liter auffüllen. Eine Prise Salz dazu und alles pürieren.
Fertig ist die Karottensuppe nach Moro.

Wie wirkt die Morosche Karottensuppe?

Durch die lange Kochzeit entstehen saure Oligogalakturonide, diese ähneln bestimmten Rezeptoren im Darm und verhindern, dass sich Erreger wie zum Beispiel Bakterien an der Darmschleimhaut festsetzen können. Diese werden dann einfach ausgeschieden.

Empfohlene Fütterungsmenge der Moro Suppe

Als Schonkost ersetzt man mit der Moro Suppe einfach das reguläre Futter für einen oder zwei Tage. Statt 300 g Futter bekommt der Hund dann 300 g Suppe.
Ist der Hund sehr dünn oder mäkelig kann man in die Suppe auch etwas gekochtes Hühnchen geben.

Dritte Phase: Feste Schonkost

Nach dem Suppentag kann man langsam dazu übergehen wieder feste Nahrung zu füttern. Geeignet ist gekochtes fettarmes Fleisch, Huhn, Pute und dazu matschig gekochten Reis oder Kartoffeln. Das ganze vermischt man zusätzlich mit Hüttenkäse.
Wir mischen in dieser Phase auch immer etwas Heilmoor in das Futter.
Das Futter verteilt man zunächst auf drei bis vier Portionen am Tag, um den Hund wieder langsam an feste Nahrung zu gewöhnen.

Phase 4: Zurück zur normalen Fütterung und Darmsanierung

Nach den vergangenen drei Phasen sollte dein Hund wieder festen Stuhlgang und normalen Appetit haben. Jetzt kann man wieder mit der gewohnten Fütterung beginnen.
Zusätzlich ist es empfehlenswert, der Darm gründlich zu sanieren.
Dazu empfehlen wir eine längere Kur mit Heilmoor.

Moorlandschaft, hier wird natürliches Heilmoor gewonnen

Natürliche Darmsanierung mit Heilmoor

Heilmoor ist ein reines Naturprodukt mit einer ausgezeichneten Wirkung. Damit tut man seinem Hund etwas Gutes, ohne ihn mit Chemie zu belasten.
Im Moor sind natürliche Humin- und Fulvosäuren mit verdauungsfördernder und immun stärkender Eigenschaft in hoher Konzentration vorhanden.
Dadurch hat Heilmoor eine positive Auswirkung auf die Magen-Darm-Aktivität, indem schädliche Stoffe gebunden und ausgeleitet werden.
Die Huminsäuren bilden außerdem einen Schutz für die Darmschleimhaut.
Eine Kur mit Heilmoor kann man problemlos mehrere Wochen geben.
Auch vor einer Wurmkur, die ja für den Hundedarm eine ziemliche Belastung darstellt, kann man schon eine Woche vor der Wurmkur eine Kur mit Heilmoor starten. Die Belastung durch die Wurmkur ist dann nicht so extrem.

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AniForte haben wir persönlich nur gute Erfahrungen gemacht.
Wir geben es mehrmals im Jahr als Kur und können es mit gutem Gewissen empfehlen.

zooplus.de


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