Bleib, ein Hundekommando?

Unnötige Kommandos, Beispiel „Bleib“

Kommandos machen das Zusammenleben zwischen Zwei- und Vierbeiner einfacher und gehören zu einer guten Beziehung einfach dazu.

Wenn ich von Kommandos schreibe meine ich keine gebrĂŒllten Befehle wie beim MilitĂ€r, die der angesprochene ohne nachzudenken, ausĂŒben muss. Nein, ich meine hiermit die notwendige Kommunikation, mit der man bestimmte gewĂŒnschte Verhaltensweisen abruft oder aber auch ungewĂŒnschte Verhaltensweisen unterbindet.


Grundkommandos machen das Hundeleben einfacher

Es gibt sinnvolle Kommandos (Sitz, Platz, Hier, Fuß), ohne die ein geregeltes Hundeleben in der Öffentlichkeit nahezu unmöglich ist. Dann gibt es noch Kommandos, die man eher zum Spaß gibt (Pfote, Rolle, Peng usw.) und es gibt noch Kommandos, die es eigentlich ĂŒberhaupt nicht gibt, die aber trotzdem sehr verbreitet und beliebt sind.

Jetzt muss ich mich selbst outen und auch direkt meine bessere HĂ€lfte „verpetzen“. 😃 Auch wir sind in so eine Falle getappt und haben uns unbewusst etwas Unsinniges angeeignet.

Wir sind da zum GlĂŒck nicht alleine und in guter Gesellschaft. Ich denke viele von euch die hier gerade am Lesen sind haben dieses Kommando unbewusst auch stĂ€ndig im Einsatz.

Ja um welches Kommando geht es denn jetzt? Keimt da schon eine Idee in euch auf?


Ein beliebtes Kommando, das man sich sparen kann

Damit die Spannung nicht ins Unendliche gesteigert wird, hier ist die Auflösung: „Bleib“ 😂 (kann man machen, muss man aber nicht).

Das ist mit Abstand das sinnfreiste, was einem als Hundehalter ĂŒber die Lippen kommen kann. Obwohl ich das selbst weiß, rutscht mir dieses Wort hin und wieder auch mal raus.

Manchmal denkt man einfach zu menschlich.

Ihr fragt euch jetzt bestimmt, was an „Bleib“ so schlimm ist?

Nun, es ist nichts Schlimmes daran. Man kann es sich halt einfach sparen, weil die Grundkommandos „Sitz“ oder „Platz“ das „Bleib“ automatisch enthalten.

Wir erinnern uns, der Hund muss ein Kommando so lange halten, bis es vom HundefĂŒhrer wieder aufgelöst wird.

Wenn ich dem Hund „Sitz“ sage, muss er so lange sitzen bleiben (da haben wir nĂ€mlich schon das „Bleib“), bis ich das „Sitz“ mit OK oder Lauf auflöse, oder je nachdem, mit welchem Wort ihr das halt auflöst.


Zwei Hunde (Dobermann und Malinois) im gemeinsamen "Sitz".
Sitz, „Bleib“ ist automatisch im Kommando enthalten bis es aufgelöst wird

Das Gleiche gilt natĂŒrlich auch fĂŒr „Platz“ oder das etwas bequemere „Liegen“.


Was ist der Vorteil „Bleib“ nicht zu verwenden?

Da habt ihr gleich mehrere Vorteile. Wenn ihr öfter „Bleib“ verwendet gehe ich mal davon aus das „Sitz“ und „Platz“ etwas schludrig gehandhabt wird. Ohne „Bleib“ werdet ihr automatisch „Sitz“ und „Platz“ konsequenter trainieren und auf die korrekte AusfĂŒhrung achten.

Das zieht den Vorteil nach sich, dass der Hund sich nicht noch ein weiteres Kommando merken muss. FĂŒr den Hund ist es einfacher „Sitz“ immer korrekt auszufĂŒhren als hin und wieder ohne erkennbares Muster mit „Bleib“ gestoppt zu werden.

Also, wenn der Hund sein „Sitz“ selbststĂ€ndig auflöst, wird er mit einem erneutem „Sitz“ wieder zum Sitzen aufgefordert. Nicht mit einem sinnlosen „Bleib“.

Das ist fĂŒr den Hund viel klarer zu verstehen. Die alten Hasen sprechen immer von Schwarz und Weiß und keinen Grauzonen in der Hundeerziehung. Damit ist unter anderem auch genau das gemeint.

Ein (sinnloses) Kommando weniger ist auch eine Fehlerquelle weniger und bedeutet mehr Zeit fĂŒr das Training von den wichtigen Grundkommandos.


Ich habe mir „Bleib“ schon unbewusst angewöhnt, wie bekomme ich das wieder weg?

Nichts leichter als das. Ihr benötigt nur ein Sparschwein. đŸ· FĂŒr jedes „Bleib“ das ihr sagt wandern 5 EUR in das Sparschwein. Nach einem halben Jahr schlachtet ihr das Sparschwein und ĂŒberweist das Geld an meinen Paypal-Link. 😂

Nein, der letzte Satz war natĂŒrlich Spaß. 😃

Das mit dem Sparschwein könnt ihr natĂŒrlich trotzdem machen und nach einem halben Jahr oder Jahr das Geld fĂŒr einen kleinen Hundeurlaub verwenden. Je nachdem wie oft ihr euch selbst mit „Bleib“ erwischt habt, reicht es vielleicht fĂŒr ein paar schöne Tage in einem schönen Ferienhaus fĂŒr Hunde.

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