Mit dem Hund die Nacht zum Tag machen

Nächtliche Abenteuer mit dem Hund

Die Nacht zum Tag machen? Im Sommer freiwillig, in der dunklen Jahreshälfte notgedrungen.

Die Dunkelheit hat auch ihre schönen Seiten.

Es kommt immer auf die eigene Einstellung an und was man daraus macht.



Unsere Lieblingstaschenlampe, die wir immer dabei haben.


Warum eigentlich nicht auch mal nachts Gassi gehen?

Warum sollte man als eigentlich ganz normaler Mensch mitten in der Nacht Gassi gehen?

Ich kenne einige Hundehalter, die drehen die letzte große Gassirunde bei Helligkeit und machen im Dunklen nur eine kleine Löserunde.

Dann geht es ins gemütliche Bett.
Klingt irgendwie auch sehr vernünftig und normal.


Wir machen das oft ganz anders.


Da ich im Wechselschichtdienst arbeite, habe ich ohnehin einen komplett anderen Tag-Nacht-Rhythmus als Hundehalter mit einem Nine to Five Job.

Für mich ist es deshalb vollkommen normal, mitten in der Nacht mal eine große Runde zu drehen.

Eddy hat sich auch an den Schichtrhythmus gewöhnt und wundert sich über nichts mehr.

Ich glaube sogar, ihm macht es Spaß, nachts unterwegs zu sein.

Zum Glück macht Sunny das Ganze auch mit.

Dank ihrer Selbstständigkeit kann sie sich problemlos an meinen Schichtplan anpassen.



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Das Leuchtie Premium Hightech für den Hund.

Einfach über den Kopf des Hundes ziehen und schon schaltet es sich automatisch ein, wenn das Batterieteil nach unten zeigt.

Die Akkus werden kontaktlos geladen und können gewechselt werden.
Eine Akkuladung hält bis zu 25 Stunden bei konstanter Helligkeit.

Die Leuchties gibt es in vielen tollen Farben.

Nachts ist alles viel entspannter

Wir genießen die langen nächtlichen Runden.

Nachts ist alles viel gemütlicher als am Tag.

Wenig, oder je nachdem, wo man gerade ist absolut kein Autoverkehr.


Dann diese herrliche Ruhe, kein Gewusel auf den Gehsteigen, dunkle Fenster an den Häusern, kein Stress.

Man könnte meinen, die Zeit steht still.


Besonders interessant ist es nachts durch Fußgängerzonen zu bummeln.

Da ist erfahrungsgemäß immer etwas los.

Nachtschwärmer, die aus dem Kino oder vom Kneipenbesuch kommen, Jugendliche, die sich in Grüppchen versammeln und scheinbar nicht schlafen wollen oder können.


Interessant sind auch die Reaktionen, die ein Malinois nachts auslöst.

Am Tag gehen die meisten Passanten einfach vorbei und nehmen selten Notiz von uns.

Außer wir machen irgendwelche Übungen, da werden wir öfter mal angesprochen und ernten immer wieder erstaunte Blicke.


Aber Nachts ist das komplett anders.

Die Leute weichen einem häufig oft aus, obwohl es dazu keinen Grund gibt.

Sehen Schäferhunde in der Nacht so schlimm aus?

Egal, es macht jedenfalls Spaß, die Nacht zum Tag zu machen.

Nachts findet man übrigens auch überall einen Parkplatz.

Einen Stadtbummel in Frankfurt macht man am besten nachts, wenn es einem nur darum geht, die Schaufenster anzuschauen.


Entspannter kommt man nicht durch die Stadt.


In den letzten Jahren hat sich das etwas gewandelt.

Inzwischen ist in Frankfurt nachts auch ziemlich viel los, wenn man es mit früher vergleicht.

Es ist aber kein Vergleich zu dem Verkehrswahnsinn, der dort am Tag herrscht.


Hund mit Leuchthalsband bei der nächtlichen Gassirunde.
Leuchthalsband und Stirnlampe, so wird man nachts gut gesehen und sieht auch selber gut



Mit dem Hund nachts trainieren, was am Tag nicht geht

Es gibt aber noch mehr tolle Locations, wo man nachts super unterwegs sein kann.

Parks und Kuranlagen sind da auch mal einen Besuch wert.


Feld und Wald versuchen wir nachts so gut es geht zu vermeiden.

Das Wild möchte ja auch seine Ruhe haben und wir wollen es nicht unnötig stören.


Wohnortbedingt machen wir im Feld nur kleine Löserunden wenn es dunkel ist, aber keine ganze Wanderung.


Mitten in der Nacht quer durch Wald und Feld, obwohl es durchaus sehr reizvoll wäre?

Wir fahren da lieber ins nächste Einkaufszentrum oder auch mal etwas weiter weg.

An solchen Orten kann man nachts prima mit seinem Hund trainieren.
Die ganzen Gerüche der vielen Menschen, die sich dort am Tag tummeln, sind noch da und ein besonderer Reiz für die Hundenase.


Man kann Dinge üben, die am Tag je nach Nervenkostüm und Temperament des Hundes nicht einfach oder sogar undenkbar sind.


Man kann durch Automatiktüren von Banken gehen, man kann Aufzug fahren, Mantrailing in Parkhäusern ist nachts auch sehr cool.

Mit etwas Kreativität ist nachts sehr viel Spannendes zu erleben.


Wenn man dann morgens heimkommt und alle anderen zur Arbeit gehen, kann man sich dann schön hinlegen und den Tag verpennen.

Ein richtiges Hundeleben.


Solche Aktionen machen wir sogar manchmal im Urlaub.

Die Schichtarbeit hinterlässt mit der Zeit schon seltsame Spuren.


Sprudelhof Bad Nauheim
Am Tag ist hier viel zu viel los


Nachts sind alle Katzen schwarz …

… wenn man ohne Licht unterwegs ist.

In der Nacht ist es da natürlich auch ziemlich sinnvoll, wenn man etwas Licht in Form einer Taschen- oder Stirnlampe dabei hat.

Dazu gibt es ja bereits einen eigenen Artikel. 

Taschenlampen zum Gassigehen.


Bei den Taschenlampen muss man natürlich unterscheiden, ob man nachts privat oder dienstlich im Auftrag einer Behörde oder eines Sicherheitsdienstes unterwegs ist.


Für private Nachtrunden reichen einfache 08/15 Lampen absolut aus.

Ist man allerdings dienstlich unterwegs, ist Licht unter Umständen lebenswichtig.

Da kann man keine Kompromisse eingehen.

Hier ist Qualität und auch mindestens eine Backup-Lösung gefragt.


Auch zu dienstlich gelieferten Lampen schadet eine zweite privat beschaffte Lampe nicht.


Natürlich muss man auch beim Hund zwischen Privat und Dienst unterscheiden.

Privat macht zum Beispiel ein Leuchthalsband in der Dunkelheit absolut Sinn und schafft ein zusätzliches Plus an Sicherheit.


Beim Diensthund ist es genau anders.

Für den Diensthund kann ein Leuchthalsband verheerende Folgen haben.

Das Gegenüber weiß dann immer, wo sich der Hund befindet, was natürlich nicht Sinn der Sache ist.


Neugierig geworden, mal selbst nachts auf Tour zu gehen?

Wir können eigentlich jedem empfehlen, auch mal nachts mit dem Hund unterwegs zu sein.

Habt ihr das noch nie gemacht, ist das für beide Seiten eine ganz neue Erfahrung und Herausforderung.

Achtet genau darauf, wie sich euer Hund verhält.


Je nach Hund wird sich sein Verhalten in der Dunkelheit deutlich vom Verhalten am Tag unterscheiden.

Am Tag lammfromm und nachts der Wachhund, dem man besser nicht zu nahe kommen sollte.

Das müsst ihr im Hinterkopf haben. Auch entspannte Rassen entwickeln im Dunklen oft einen Beschützerinstinkt.


Vielleicht habt ihr schon Erfahrungen mit unterschiedlichem Verhalten bei Tag und Nacht gemacht.
Das könnt ihr gerne mal als Kommentar hier beschreiben.


Ist euer Hund von Welpe an gewöhnt auch nachts unterwegs zu sein werdet ihr da natürlich keinen Unterschied feststellen.

Aber für Hunde, die so ein Abenteuer noch nicht erlebt haben, kann so eine nächtliche Runde eine ziemliche Herausforderung sein.

Hunde gewöhnen sich aber schnell an solche Umstände.
Nur wenn ihr merkt, dass euer Hund absolut keine Freude an so einer nächtlichen Tour hat, zwingt ihn nicht dazu.

Dann bleibt lieber „normal“ und verbringt die Nacht im Bett.

Es muss nicht jeder so verrückte Aktionen machen wie wir und eine Handvoll anderer Hundefreaks.

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LED Blinkleuchte für Hunde zum sicheren Gassi gehen bei Nacht.
LED Blinklicht für Hunde

Warum verhalten sich Hunde bei Dunkelheit anders als am Tag?

Zum Abschluss noch ein paar Worte zum anderen Hundeverhalten in der Dunkelheit.

Hunde sehen in der Dunkelheit genauso schlecht wie wir.

Das kann sogar dazu führen, dass harmlose Gegenstände, die irgendwo herumstehen, als Bedrohung angesehen werden.

Hunde sind außerdem Meister darin, die Stimmung von Herrchen oder Frauchen auszulesen.


Wenn ihr im Dunklen unterwegs seid und schlechte Sicht habt, verändert sich auch euer Gang. Ihr lauft automatisch vorsichtiger oder in den Augen des Hundes unsicherer als am Tag.

Der gute Hund möchte euch dann natürlich beschützen und alle „Bedrohungen“ von euch fernhalten.


Das Gleiche passiert auch, wenn ihr euch selbst in der Dunkelheit nicht sicher fühlt. Interessanterweise kommt das ziemlich häufig vor.


An Stellen, wo es keine Straßenbeleuchtung gibt, ist es deshalb echt zu empfehlen, mit Licht in Form einer Taschen- oder Stirnlampe unterwegs zu sein.

So lassen sich „Schreckmomente“ mit Leuten, die plötzlich aus dem Nichts vor einem stehen, vermeiden.


Ich finde es übrigens auch ziemlich seltsam, wenn jemand im Stockdunklen außerorts, wo selbst am Tag kaum Leute anzutreffen sind, ohne sich bemerkbar zu machen, direkt auf mich zukommt oder neben dem Weg in einer Ecke oder hinter einem Baum steht.


Solche Situationen hatten wir zwar erst zweimal in acht Jahren und Eddy hat da super reagiert und mir durch leises Knurren gezeigt, dass irgendetwas ist.


Ich habe keine Ahnung, was diese Leute für eine Motivation hatten so versteckt herumzulauern, der Hund hat deren Pläne definitiv durchkreuzt.



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