Urlaub – nicht ohne meinen Hund 🐾

Urlaub, 🌴die schönste Zeit im Jahr wäre für uns ohne unseren Hund kein richtiger Urlaub.
Da wir am liebsten sowieso innerhalb Deutschlands und maximal in angrenzende Nachbarländer verreisen, ist es auch kein Problem, den Hund mitzunehmen. Zu 99 % bleiben wir aber in Deutschland.
Unser bevorzugtes Reisemittel ist der eigene Pkw. Auch das kommt einem Urlaub mit Hund sehr entgegen.
In Deutschland gibt es viele tolle Gebiete, die nur darauf warten, erkundet zu werden.
Wir haben unseren ersten Hunde-Urlaub 2014 in einem Ferienhaus an der Ostsee 🏖verbracht und waren voll begeistert.
2015 haben wir dann sogar eine Ferienanlage extra für Hundehalter gefunden. Hier fahren wir seitdem regelmäßig hin.
Unser Urlaub geht jetzt entweder direkt in die Ferienanlage oder wir machen einen Roadtrip mit unserem Minicamper.
2020 haben wir einen Roadtrip mit ein paar Tagen Zwischenstation in der Ferienanlage kombiniert. Das war auch wunderschön und wir haben unterwegs viel gesehen und erlebt.

Die vielen tollen Eindrücke aus dem Urlaub kann man auch ohne teure Kameraausrüstung prima mit seinem Smartphone festhalten. Wie ihr tolle Hundefotos mit dem Handy macht, zeigen wir euch hier.


BONUS TIPP

In vielen Hotels, Pensionen und Ferienhäusern wird eine gültige Hundehaftpflichtversicherung verlangt. Über das Thema „Hundehaftpflicht“ haben wir hier die wichtigsten Informationen für euch.


Allgemeine Reise-Tipps für Urlaub mit Hund

Ist euer Urlaubsziel weiter entfernt und ihr habt eine längere Anfahrt, solltet ihr möglichst ganz früh morgens oder am späten Abend starten und genügend Pausen auf der Fahrt einplanen.
Eine Fahrt in der Mittagshitze ☀️ ist weder für den Hund noch für euch entspannend.
Achtet darauf, ob auf eurer Strecke längere Staus sind. Unser Navi zeigt Staus frühzeitig an. Wir fahren dann immer rechtzeitig von der Autobahn ab und nehmen lieber einen Umweg in Kauf.
Steht man im Stau, geht auch keine Klimaanlage im Auto. Wie schnell sich der Innenraum aufwärmt, habt ihr bestimmt schon selbst erlebt.


Auf langen Fahrten an Trinkwasser für den Hund denken!

Wir haben immer einen 5 Liter Wasserkanister und einen Trinknapf im Auto dabei.
Pausen machen wir unterwegs ziemlich viele, da gibt es dann auch gleich immer etwas zu trinken.
Wir sehen die Anfahrt an den Urlaubsort schon als Urlaub an.
Unterwegs fahren wir auch oft mal von der Autobahn ab, um die Gegend anzuschauen. Auf diese Weise haben wir schon einige interessante Orte gefunden.
Wenn uns etwas besonders gut gefällt, wird es direkt im Handy (nutzen wir auch als Navi) abgespeichert.
Beim nächsten Urlaub kann man dann gleich Pausen und kleine Wanderungen einplanen, ohne erst eine schöne Stelle suchen zu müssen.
Am Urlaubsort werden besonders schöne Stellen (und auch passende Parkmöglichkeiten) auch direkt im Handy gespeichert.
Haben wir eine längere Autobahnfahrt vor uns, starten wir am liebsten Sonntags nach 0:00 Uhr. Wegen des Sonntagsfahrverbotes sind da kaum Lkw unterwegs. Auch Pkw sind zu so früher Stunde nicht allzu viele unterwegs. So kann man ziemlich entspannt größere Strecken zurücklegen.


WERBUNG

Nicht nur für die Fahrt in den Urlaub ist ein passendes Trenngitter für den Kofferraum eine sinnvolle Anschaffung für jedes Hundeauto.
Es schützt beim Bremsen vor herumfliegender Ladung und im Sommer kann man das Auto lüften, ohne dass der Hund selbstständig auf Erkundungstour geht, falls er mal kurz alleine im Fahrzeug bleiben muss.

Unser absolut hundgerechtes Lieblingsreiseziel


Unser absoluter Favorit 🥇 für hundgerechten Urlaub in Deutschland ist die Ferienanlage Rabenstein in Chemnitz/Sachsen.
Dort ist wirklich alles auf den Urlaub mit einem oder mehreren Hunden abgestimmt.
Die Ferienanlage Rabenstein verfügt über insgesamt 5 Ferienhäuser.

Urlaub mit Hund. In der Ferienanlage Rabenstein ist alles darauf ausgerichtet. Hier die Waldhütte mit dem größten Garten von allen Häusern.
Ferienanlage Rabenstein „Waldhütte“

Die Ferienhäuser

Alle 5 Ferienhäuser befinden sich auf der komplett umzäunten Anlage. Der Clou ist, dass jedes Ferienhaus nochmals selbst eingezäunt ist und über einen eigenen großen Garten verfügt.
Hier hat der Hund also absolute Freiheit, ohne das man Angst haben muss, dass er unerwünscht die Gegend erkundet und entläuft
Von den fünf Ferienhäusern haben zwei einen gemütlichen Kamin (Waldhütte und Waldhaus).
Auf der Ferienanlage gibt es einen Wellnessbereich mit Sauna, Außenpool und Kamin.
Die Sauna kann man für sich alleine reservieren.
Hier ist die Besonderheit, dass der Hund mit in den Ruhebereich vor der Sauna darf. Das finden wir absolut super und kennen es so nur aus Rabenstein.


Allgemeine Infos

Für die allgemeine Nutzung gibt es einen Hundepool mit Spielwiese, einen Grill und Feuerplatz und eine Tischtennisplatte.
Zum Verleih stehen Fahrräder, Kajaks und Paddelboards bereit.
Der Vermieter bietet hier auch einen Shuttleservice zu in der Nähe gelegenen Seen an.

Da sind zum Beispiel der Cospudener und der Störmthaler See sehr zu empfehlen.
An beiden Seen gibt es tolle Strände und jede Menge Platz. Auch Fahrradfahren kann man hier sehr gut.

Beim Einchecken wird jeder Gast (auch an die Vierbeiner wird hier gedacht) mit einem kleinen Präsent überrascht.


Urlaub mit Hund im Ferienhaus.
Direkt nach dem einchecken in der Waldhütte



Die Häuser sind alle komplett eingerichtet, jedes Haus hat eine Terrasse und einen Grill.
Hier kann man eine schöne Zeit genießen, ohne dass man Unmengen an Gepäck mit Haushaltsutensilien dabei haben muss.


Die Umgebung lädt zum Erkunden ein

Wer zum Frühstück gerne frische Brötchen und Stückchen mag, bekommt diese nur ca. 3 Autominuten entfernt in Rabenstein, Oberfrohnaer Straße 66a bei der Bäckerei Schäfer.

In der Gegend gibt es sehr viel zu erkunden.
Das Erzgebirge ist nicht weit. Direkt an die Ferienanlage grenzt der Rabensteiner Wald. Hier kann man viele tolle Wanderungen unternehmen. Im Wald gibt es (knapp 5 Minuten Fußweg) ein Wildgatter. Man kann das Wildgatter komplett von außen ablaufen. Wildschweine und Damwild sieht man auch von außen.
Das bietet sich auch gut als Trainingsmöglichkeit für die Hunde an.

Weitere Ausflugstipps kann man von den sympathischen Vermietern bekommen.
Liebe Grüße an Simone und Danny Arnold. 😀👋

Sogar bei schlechtem Wetter ist man Rabenstein nicht verloren.
Da kann man zum Beispiel einfach mal ins Chemnitz-Center fahren und dort ein wenig durch die Geschäfte bummeln.

Wir fahren schon seit einigen Jahren regelmäßig nach Rabenstein. Meistens fahren wir sogar mehrmals im Jahr. Wer einmal dort war, wird es verstehen.


Urlaub mit Hund und Minicamper

Diese Art Urlaub haben wir erst 2020 für uns entdeckt.
Die Idee kam ziemlich spontan. Nach kurzer Planung wurde unser Ford-Courier-Hochdachkombi 🚐 für das Abenteuer Roadtrip ⛽️ ausgerüstet.

Im Schnellverfahren wurde eine Dachreling bestellt und montiert. Darauf kam eine große Dachbox für das Hauptgepäck.
Im Heck habe ich aus Alusteckprofilen eine Box gebaut, die den Laderaum unterteilt und auf die man die neu angeschaffte Kompressorkühlbox abstellen kann.

Die Rücksitze sind komplett rausgeflogen und ein Boden aus Siebdruckplatten wurde eingebaut.

Als Bett wurde einfach eine günstige Ikeamatratze in der Mitte durchgeschnitten (damit man diese am Tag zusammenklappen kann). Platz ist in dem kleinen Ford ja nicht unbedingt üppig vorhanden.


Praktisches für unterwegs

Als weiteres Campingzubehör kamen noch ein Gaskocher, ein Alu Tisch, zwei Klappstühle und mehrere Wasserkanister und Faltschüsseln mit an Bord.

Den Strom für die Kühlbox liefert eine 100 Ah AGM Batterie. Während der Fahrt haben wir die Kühlbox, um Batterie zu sparen, immer mit dem Zigarettenanzünderstecker und Bordspannung betrieben.
Eine gute Lösung, wie man die AGM Batterie während der Fahrt laden kann, haben wir leider noch nicht gefunden. Mit älteren Fahrzeugen ist das einfach mit einem Trennrelais möglich.
Bei neueren Fahrzeugen ist das leider eine Wissenschaft für sich.

Mit dieser minimalen Ausstattung ging es dann los.


Unser erster Roadtrip. Auch so kann Urlaub mit Hund extrem viel Spaß machen.
Unser Ford Courier, genug Platz für 2 Erwachsene und einen belgischen Schäferhund

Roadtrip an die Ostsee und Mecklenburger Seenplatte/Müritz

Schon während der „Bastel-Phase“ am Auto haben wir uns Gedanken gemacht, wo die erste Reise hingehen soll.
Wir haben uns dann entschieden, erst mal an die Ostsee zu fahren und dann weiterzusehen. Ein paar feste Tage in Chemnitz wurden auch eingeplant.
Meine Arbeitskollegen haben uns für komplett wahnsinnig erklärt. Von denen konnte sich keiner vorstellen, wie zwei Erwachsene und ein belgischer Schäferhund in so einem relativ kleinen Auto bequem übernachten sollen.
Und ganz ehrlich, wir waren selber gespannt, ob das alles so klappt, wie wir uns das vorgestellt haben. 😉


Die Reise geht los 😃

So das Auto steht komplett beladen vor der Haustür. Mit der Dachbox war die Garage leider zu niedrig.
Der Plan war möglichst weit über die B3 erst mal grob in Richtung Hamburg zu fahren. Unser Startpunkt war Wetzlar.
Dort haben wir im Baumarkt um Punkt 8:00 Uhr noch schnell ein 12 Volt Verlängerungskabel für die Kühlbox eingekauft.
So konnten wir die Zusatzbatterie während der Fahrt schonen.


Erste Pause, Urlaubsfeeling total 🌞

Gegen 10:00 Uhr haben wir die erste längere Pause gemacht und in einem kleinen Wald abseits der Straße gefrühstückt. Das war schon der erste Vorgeschmack auf die totale Freiheit.
Gegen Abend sind wir dann in der Nähe von Lübeck gelandet.
Hier hatten wir uns schon vorher einen großen Parkplatz direkt an der Ostsee ausgesucht. Doch hier war zu unserer großen Überraschung die Hölle los. Und das, obwohl nirgendwo Ferien waren.
Das war uns zu viel Trubel.
Nach einem kurzen Spaziergang haben wir dann einen Platz für die erste Nacht gesucht.
Langsam begann es zu dämmern und die Suche wurde zur kleinen Herausforderung.


Die erste Nacht freistehen

Wir sind etwas planlos umhergefahren, um einen passenden Platz für die Nacht zu finden.
Irgendwie war das nicht so einfach. Plätze, wo es sogar legal war, für eine Nacht zu stehen, haben wir im Nahbereich zwar gefunden, aber die waren alles andere als schön.
Durch Zufall haben wir dann einen Feldweg gefunden, der nur in eine Richtung befahren werden durfte.
Dieser Weg führte in Richtung Wald.
Das sah doch ziemlich gut aus. 😃

Wir haben dann einen kleinen Parkplatz gefunden, der schön ruhig gelegen war. Bewohnte Häuser waren in Sichtweite.
Das gab uns dann auch ein Gefühl von Sicherheit.

Zum Übernachten mussten wir nur die Sitze ganz nach vorne schieben und unsere Matratze ausklappen.
Wir haben gemütlich geschlafen. Der Platz war für uns drei vollkommen ausreichend.
Das war eine absolut tolle Erfahrung.
Einfach ohne Zwang und konkretes Ziel starten und irgendwo bequem die Nacht 🌔verbringen.


Die nächsten Tage

Nach einem ausführlichen Frühstück ging es weiter an der Ostsee entlang in Richtung Rostock.
Unterwegs haben wir einige Ortschaften entlang der Ostsee besucht.
Zu unserer großen Enttäuschung haben wir keine einzige Stelle gefunden, wo man außerorts an den Strand gekommen wäre.
Ich hätte da gerne Fotos gemacht.
Im Kopf hatte ich Sandstrand, Meer und ganz weit nichts.
Doch leider hat sich dieses Bild nicht erfüllt.
Es gab nur vollkommen überfüllte Strände in den Küstenorten.
Die komplette Ostsee von Lübeck bis Rostock haben wir in einem Tag abgefahren.
Es war interessant, dort mal entlangzufahren. Doch, der „Wau“ Effekt fiel leider aus.
Gegen Abend sind wir dann an der Müritz angekommen.


Natur und Ruhe pur

Das war dann ganz nach unserem Geschmack, schöner Sandstrand, Weitblick und ganz viel Wasser.
Am besten war, dass man direkt in Strandnähe perfekt stehen konnte.
Wir waren dort zwar nicht alleine, doch es war sehr überschaubar und man hatte genug Abstand zu den nächsten Fahrzeugen.
Und ganz ehrlich, so ganz alleine irgendwo zu stehen würde sich auch komisch anfühlen.
Hier in der Gegend haben wir dann ein paar Tage verbracht und sind langsam in Richtung Berlin gefahren.
Die nächtlichen Stellplätze wurden mit jedem Tag „Roadtrip Erfahrung“ besser.
Zum Abschluss ging es noch ein paar Tage nach Chemnitz in die Ferienanlage Rabenstein.
Auf der Rückfahrt wollten wir eigentlich noch ein paar Nächte freistehen. Doch Hagel und Gewitter haben uns dann dazu bewogen, die Tour etwas früher zu beenden.
Für blödes Wetter ist das Auto dann doch etwas zu klein.



Die Müritz ist ein echtes Naturparadies. Hier gibt es auch einen schönen Hundestrand.
Hundestrand an der Müritz, schöner als an der Ostsee

Bisheriges Fazit und Überlegungen für Verbesserungen

Die Reiseart „Roadtrip“ hat uns bis jetzt supergut gefallen. Eine erste Verbesserung haben wir direkt nach der ersten Nacht durchgeführt.
Wir haben uns die App „Park4Night“ heruntergeladen.
Damit ist die Suche nach einem geeigneten Platz für die Nacht viel einfacher.
Mit dieser App findet man auch interessante Stellen, die man so vermutlich nur per Zufall entdecken würde.

Auch für unser Fahrzeug und das mitgeführte Gepäck haben wir uns einige Gedanken gemacht. Bei der nächsten Tour wird es dann noch mal etwas besser.
Man wächst zügig in diese Thematik herein.
Das wichtigste ist erst mal, ohne sich zu viele Gedanken zu machen, überhaupt zu starten. Der Rest ergibt sich dann unterwegs automatisch.
Wir haben zu keinem Zeitpunkt vor irgendwelchen unlösbaren Aufgaben gestanden.

Dieser Roadtrip wird jedenfalls nicht unser Letzter sein. Das stand schon in der ersten Nacht fest.

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