Zecken beim Hund, und jährlich grüßt das Spinnentier


Was sind Zecken?

Zecken beim Hund sind echte Plagegeister, die eine Vielzahl von Krankheiten übertragen können. Sie zählen zu den Spinnentieren und werden Biologisch korrekt noch in die Unterklasse der „Milben“ eingeordnet.
Als Parasiten ist ihr Leben von einem Wirt, der sie mit Blut als Nahrung versorgt, abhängig. Als Wirt kommen hauptsächlich Wirbeltiere und Menschen infrage.

Wo kommen Zecken vor, welche Gefahren gehen von ihnen aus?

Zecken sind weitverbreitet und kommen auf vielen Teilen der Erde vor. In Deutschland sind sie überall zu finden.
Die von diesen Parasiten am häufigsten übertragene Infektion ist die Borreliose. Eine weitere Infektionsgefahr ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Als Hochrisikogebiete (dort ist das Risiko einer FSME Infektion erhöht) gelten in Deutschland Stand Januar 2022 vor allem:

Bayern, Baden-Würtemberg, Südhessen, sowie Teile von Thüringen und Sachsen.
Kleinere Risikogebiete gibt es im Raum Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz und auch in Niedersachsen.

Eine Deutschlandkarte mit den Hochrisikogebieten gibt es beim RKI



Zecken beim  Hund sollte man so schnell wie möglich entfernen. Hier hat der Hund eine Zecke am Ohr, die mit einer Pinzette entfernt wird.
Zecken sollte man so schnell wie möglich entfernen

Was sind die Gefahren nach einem Zeckenbiss für den Hund?

Bei Menschen ist die FSME eine der möglichen Erkrankungen nach einem Zeckenbiss. Hunde sind von FSME kaum betroffen. Bei Hunden ist unter anderem eine Infektion mit Borreliose eine der Hauptgefahren. Zecken übertragen noch eine Vielzahl weiterer Krankheiten.

Deshalb ist Vorbeugung vor Zeckenbissen sehr wichtig und auch der beste Schutz vor Infektionen mit Krankheitserregern.

Wie entferne ich Zecken beim Hund richtig?

Solange die Zecke noch nicht zugebissen hat, kann man sie einfach mit der Hand aus dem Fell holen. Hat sie sich aber schon festgesaugt, benötigt man ein Hilfsmittel zum Entfernen.

Sehr praktisch sind EC-Karten große Zeckenkarten. Diese kann man immer im Portemonnaie dabei haben. Die Zeckenkarte ist für unterschiedlich große Zecken geeignet und funktioniert ziemlich gut.

Ein weiteres gut funktionierendes Hilfsmittel sind Zeckenhaken. Diese bekommt man meist in einem Set mit drei unterschiedlich großen Haken. Damit lassen sich auch Zecken an komplizierten Stellen recht gut entfernen.

Am bekanntesten ist wohl die Zeckenzange. Die Zeckenzange ist ähnlich wie eine Pinzette aufgebaut und funktioniert am besten bei größeren oder schon vollgesaugten Zecken.

Wir verwenden am liebsten die Zeckenhaken. Die sind schön klein und benötigen kaum Platz in der Tasche. Deshalb kann man sie auch ständig dabei haben, wenn man unterwegs ist.

Zecken muss man zum Entfernen nicht drehen. Nur, wenn sie sich mit einer Zugbewegung nicht entfernen lassen, kann man zusätzlich leichte Drehbewegungen zum Entfernen anwenden. Die Drehrichtung ist dabei vollkommen egal.

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Zeckenzange

Zeckenkarte

Zeckenhaken

Wie kann ich meinen Hund einfach vor Zecken schützen?

Der beste Schutz ist seinen Hund direkt nach der Gassi Runde oder Wanderung gründlich nach den kleinen Plagegeistern abzusuchen und wenn diese noch am Krabbeln sind sofort zu entfernen.

Hilfreich ist dabei eine Bürste für das Fell und ein helles, leicht angefeuchtetes Handtuch. So kann man ziemlich wirksam verhindern, dass sich die ungebetenen Gäste am Hund festsaugen.

Hat sich eine Zecke bereits festgesaugt, ist es gut, wenn man diese so schnell wie möglich entdeckt und entfernt. Je schneller man hier reagiert, desto geringer ist das Risiko einer möglichen Infektion. Also am besten immer gründlich nachschauen und den kleinen Blutsaugern keine Chance geben.

Eine besonders gründliche Fellinspektion ist nach dem Toben im Unterholz oder im hohen Gras sehr zu empfehlen.

Mittel zur Zeckenabwehr

Es gibt unterschiedliche Hunde. Manche Hunde fangen sich keine oder nur ziemlich selten eine Zecke ein, andere sind die reinsten Zecken-Magnete und haben nach jeder Gassi Runde 5-6 oder noch mehr davon im Fell herumkrabbeln.

Hat der eigene Hund so eine magnetische Anziehungskraft, sollte man abwägen, zur chemischen Keule zu greifen. Die Gefahren und Folgen einer Infektion wiegen deutlich mehr als evtl. Nebenwirkungen eines chemischen Abwehrmittels.

Wir verwenden ausschließlich Spot On Präparate, die direkt verhindern, dass sich Parasiten am Hund ansiedeln.

Präparate zum Einnehmen (Tabletten), die erst nach dem Biss oder Festsaugen am Hund wirksam werden, lehnen wir ab. Das ist aber nur unsere eigene persönliche Einstellung.


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So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich

Eddy ist leider ein Zecken-Magnet. Deshalb machen wir auch keine Experimente mit irgendwelchem Firlefanz, der nicht 100 % wirksam ist. Wir pumpen Eddy aber auch nicht unnötig mit Chemie voll.

Die Dosis des Spot On passen wir exakt an das Gewicht von Eddy an. Die Spot On Präparate gibt es ja immer in Abstufungen von verschiedenen Hundegewichten.
Zum Beispiel 25 kg bis 40 kg Körpergewicht des Hundes. Die Gewichtsspanne beträgt in diesem Fall ganze 15 kg!
Wiegt der Hund 31 kg benötigt er nicht die volle Dosis. Das kann man selbst berechnen und anpassen. Zur genauen Dosierung kann man sich in der Apotheke Spritzen kaufen und das Spot On da es flüssig ist genau aufziehen.
Beim Auftragen aber bitte auf keinen Fall vergessen, die zum Aufziehen benötigte Nadel zu entfernen!

Auch die empfohlene monatliche Anwendung passen wir individuell an.

Wenn wir merken, dass der Schutz nicht mehr wirkt, gibt es die nächste Anwendung. Bei Eddy reicht eine Anwendung in der Regel für 2 bis 3 Monate.
So kommen wir mit 2 Anwendungen des Spot On gut und sicher durch die Zeckenzeit.

Das könnt ihr auch mal ausprobieren. Markiert einfach im Kalender, wann ihr das Spot On gegeben habt. Wenn die Wirkung nachlässt, gebt ihr die nächste Dosis zur Auffrischung der Schutzwirkung.

Ihr könnt dann im Kalender genau erkennen, wie lange das Mittel wirksam war. So habt ihr dann einen Anhaltspunkt, wann ihr die nächste Anwendung durchführen müsst.

Warum wir keine Tabletten geben

Es gibt ja auch Abwehrmittel zum Einnehmen in Tablettenform. Wir haben diese vor einigen Jahren einmal gegeben. Die Empfehlung war, pro Monat eine Tablette zu geben.
Wir haben aber festgestellt, dass die Gabe einer einzigen Tablette über ein Jahr wirksam war. Das Zeug ist also ziemlich stark.

In diversen Foren und Gruppen haben wir auch von ziemlich heftigen Nebenwirkungen dieser Tabletten erfahren. Darauf haben wir etwas recherchiert und für uns entschieden, dass dieses Mittel auf keinen Fall mehr in unseren Hund kommt.

Tipps für Gassi Gänger und Wanderer

Wenn wir Wandern oder Geocachen, haben wir immer solche Gamaschen im Rucksack. Diese Teile bieten zwei Vorteile. Zum einen schützt man seine Hosen vor Schlamm und Schmutz, wenn man auf unbefestigten Wegen unterwegs ist. Zusätzlich kann man die Gamaschen auch mit Autan einsprühen und hat so einen doppelten Schutz vor Zecken. Auch ohne Autan bieten die Gamaschen schon einen guten Zeckenschutz.

Genauso gut kann man seine Socken über die Hosenbeine ziehen. Das schützt zwar auch, sieht aber ziemlich bescheuert aus.

Ab und zu sollte man auch mal auf seine Hosenbeine schauen. Besonders, wenn man durch hohes Gras gelaufen ist, kann man dann einige Krabbeltiere erkennen und diese direkt entfernen.

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Solche Gamaschen schützen auch vor Zecken und kosten nicht viel.

Vertraut bitte nicht fanatisch auf Hausmittel

Es gibt eine ganze Reihe von empfohlenen Hausmitteln gegen die unbeliebten Spinnentiere. Im Internet ist dazu ein regelrechter Kult entstanden. Jeder hat das Mittel, das absolut natürlich ist und 100 % sicher wirkt.

Ihr könnt solche Dinge ja gerne ausprobieren. Doch wenn ihr merkt, dass es nicht wirkt, wechselt auf ein wirksames Mittel.

2 Gedanken zu „Zecken beim Hund, und jährlich grüßt das Spinnentier“

  1. Bäh, Zeckenzeit. Ein paar Jahre ging es (hier in Südspanien) mit natürlichen Mitteln. Aber die Zeit ist wohl vorbei, sodass wir nun auch ein SpotOn nutzen.
    …unser voriger Hund war auch so ein Zeckenmagnet und da er ein Streuner durch und durch war, schaffte er es anfangs ab und zu, sich alleine auf den Weg zu machen. Er suchte immer Schafställe auf, leere Ställe, wo aber noch viele Flöhe und Zecken wohnten. Man kann sich vorstellen, wie er zurück kam. Von daher bin ich sehr geübt darin, die Viecher ohne Hilfsmittel aus dem Hund zu holen.

  2. Flöhe sind ja noch mal etwas übler als Zecken. Damit sind wir bis jetzt glücklicherweise verschont geblieben. Ohne Hilfsmittel bekomme ich die Zecken nur weg, wenn sie schon eine gewisse Größe haben.

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