Hundebegegnungen zwischen Joggern und Radfahrern

Hundebegegnungen zwischen Joggern und Radfahrern – so bleibt es für beide Seiten entspannt

Hundebegegnungen zwischen Joggern und Radfahrern laufen nicht immer so entspannt ab, wie man es sich gerne wünscht.
Statt sich, wenn es mal nicht so erfreulich läuft, zu ärgern, kann man schon im Vorfeld einiges tun, damit Begegnungen stressfrei verlaufen.

Wir sind selbst leidenschaftliche Freizeitläufer und waren früher auch viel mit dem Mountainbike unterwegs.
Uns sind also beide Seiten der Medaille bekannt.

In diesem Beitrag stellen wir euch Begegnungen zwischen Joggern, Radfahrern und Hundehaltern aus unterschiedlichen Blickwinkeln vor.
Wir geben euch Tipps an die Hand, wie solche Begegnungen für alle Beteiligten in Zukunft entspannter ablaufen können.
Zum besseren Verständnis gehen wir auch ein wenig auf Hunde typisches Verhalten ein.


Laufen ist eine gute Möglichkeit zum Entspannen


Erfahrungen einer Triathletin

Hier könnt ihr mal aus erster Hand nachlesen, wie sich Begegnungen mit unerzogenen Hunden und uneinsichtigen Hundehaltern für Sportler anfühlen.
Die Autorin ist Triathletin und hat leider nicht nur positive Erfahrungen gesammelt.


Das Zusammenspiel zwischen Hundebesitzer und Läufer

Sportliche Betätigung und unerzogene Hunde



Eigene Erfahrungen als Hundehalter

– Erfahrungen mit fremden Hunden

Interessanterweise hatten wir als Läufer und Radfahrer ohne Hund nie Probleme bei der Begegnung mit fremden Hunden.
Mit Hund sieht die Sache anders aus.
Hier hatten wir schon einige unliebsame Begegnungen mit unkontrolliert frei laufenden Hunden.
Es ist uns dabei ziemlich egal, ob der fremde Hund nur spielen will oder ob er in böser Absicht kommt.
Wir haben keine Lust zu Kontakten mit fremden frei laufenden Hunden.
Soziale Hundekontakte suchen wir uns selber aus.


Eddy und Aimée, die beiden kennen sich gut. Mit einem fremden Hund wäre ich skeptisch bei so einem wilden Spiel.

Stellt euch mal vor, ihr seid im Park spazieren und plötzlich kommt eine oder ein wildfremder und nimmt euch einfach in den Arm.
Das empfändet ihr zu Recht ziemlich blöd.
Nichts anderes sind Begegnungen mit frei laufenden fremden Hunden.

Die Hundehalter sind meistens nicht mal in Sichtweite und wenn doch, kommen Standardsprüche wie: „Der tut nichts“, „Der will nur spielen“, „Das hat er ja noch nie gemacht“.
Da können wir gerne drauf verzichten und verstehen auch, dass Nichthundehalter und Sportler auch wenig Wert auf solche ungefragten Kontakte mit fremden Hunden haben.


Passende Lesetipps auf unserem Blog:


Kleines 1 x 1 für Hundehalter
und
Was ist ein gelber Hund


Uns ist aufgefallen das solche unerwünschten Begegnungen regional sehr unterschiedlich vorkommen.
Es gibt Orte, wo sich die Leute fast alle vorbildlich verhalten und es gibt Orte, wo es scheinbar keinerlei Regeln und Anstand gibt.


– Erfahrungen mit Joggern und Radfahrern

Jogger sind kein Problem, etwas schwieriger sind Nordic-Walker, da Eddy die Stöcke nicht mag.
Wenn wir merken, dass entgegen kommende Leute Angst haben, weichen wir einfach etwas aus.

Richtig unangenehm fallen uns regelmäßig die Radfahrer, speziell die Mountainbikefahrer auf.
Viele kommen einfach von hinten angerast und versuchen sich auf den engsten Wegen an einem vorbeizudrängen.
Erschrickt man sich und der Hund reagiert entsprechend, wird man auch noch blöde angemacht.
Es gehört es sich nicht, mit 30 – 40 km/h und einem halben Meter Abstand an Leuten vorbeizurasen.
Der Wald gehört euch nicht alleine.
Es gibt aber auch freundliche Radfahrer und natürlich auch Jogger, die sich nett bedanken, wenn man mit dem Hund an die Seite geht, um ein entspanntes Weiterkommen zu ermöglichen.
Das klappt aber nur, wenn man die Radfahrer vorher hört (Klingel) oder sieht.


Problematische Begegnungen und mögliche Auswirkungen

(Gilt nicht nur für Hundebegegnungen zwischen Joggern und Radfahrern)

Problematische Begegnungen sind auf beiden Seiten möglich, es gibt Hundehalter, die aus der Reihe tanzen und es gibt Nichthundehalter, die sich gegen die Norm verhalten.

Die Welt könnte so einfach sein, wenn nicht jeder nur an sich selbst denken würde.
Rücksichtslose Hundehalter tragen nicht dazu bei, Hunde in unserer Gesellschaft beliebter zu machen.
Genau so verhält es sich mit den Mountainbikern, die abseits der Wege durch den Wald pflügen. Ihren geliebten Sport fördern sie damit auch nicht.
Überall gibt es immer mehr Verbote und Einschränkungen.
Die Leidtragenden sind dann immer die, die sich möglichst immer an die Regeln halten und nicht auffallen.

Rücksichtsloses Verhalten, egal in welchem Bereich, führt früher oder später immer zu erheblichen Nachteilen für die Allgemeinheit.


Der optimale Hundehalter

Es braucht wirklich nicht viel, um vorbildlich unterwegs zu sein und niemanden zur Last zu fallen.
Als Hundehalter muss man ja nicht zwingend ausgerechnet dort Gassi gehen, wo überwiegend Sportler unterwegs sind.
Für die meisten Hunde ist es sowieso kein Vergnügen, wenn ständig Räder und Leute an ihm vorbeikommen.

Wenn sich keine besser geeignete Gassirunde findet, sollte man den Hund, wenn er nicht 100 % abrufbar ist oder starken Jagdtrieb hat, angeleint führen und notfalls auch mal einen Schritt ausweichen, wenn es zu eng wird.

Es wirkt auch Wunder, wenn man entgegenkommende Radfahrer oder Jogger begrüßt.
Ein kurzes „Hallo“ kann unglaublich viel bewirken, um Hundebegegnungen zwischen Joggern und Radfahrern zu entspannen.
Wir freuen uns immer, wenn wir zuerst angesprochen werden und Eddy gelobt wird.

Als Hundehalter empfiehlt es sich außerdem eine Haftpflichtversicherung für seinen Hund zu haben, auch, wenn das nicht überall und auch nicht für jeden Hund vorgeschrieben ist.


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Der optimale Freizeitsportler (Jogger, Radfahrer, Nordic-Walker)

Für Freizeitsportler gilt sinngemäß das gleiche wie für Hundehalter. In Hundeauslaufgebieten, ganz besonders in ausgewiesenen Freilaufgebieten muss man nicht zwingend seinen sportlichen Ambitionen nachgehen.
Führt die eigene Runde durch so ein Gebiet sollte, man sich rücksichtsvoll verhalten.
Ausgewiesene Freilaufgebiete für Hunde gibt es nicht so viele.
Logischerweise wird man hier zwangsläufig einige Hunde antreffen.
Ein absolutes No-Go ist es, in solchen ausgewiesenen Gebieten Hunde und Halter anzupöbeln.

Auch in Gebieten, die nicht explizit als Hundeauslaufgebiet gekennzeichnet sind, wird man immer wieder auf Hunde treffen.
Hier hat man als Jogger und Radfahrer auch einige Möglichkeiten Konflikte zu vermeiden.

Als Radfahrer einfach Klingeln oder „Achtung“ rufen, wenn man sich von hinten nähert und genügend Abstand beim Vorbeifahren einhalten.

Lauft oder fahrt ihr einem Hund entgegen, solltet ihr diesen nicht fixieren oder direkt in die Augen schauen.
Für den Hund ist das nämlich eine Bedrohung und er wird entsprechend reagieren.


Natürliches Hundeverhalten

Hundeverhalten richtig zu lesen und zu deuten, ist selbst für manche Hundehalter ein Buch mit sieben Siegeln.
Als Hundehalter sollte man wenigstens die Grundlagen über die Körpersprache von Hunden kennen.

Natürliches Jagdverhalten oder etwas überschwängliche Spielaufforderungen werden schnell mit Aggression verwechselt.


Warum jagt ein Hund?

Jagen ist ein natürlicher Ur-Instinkt von Hunden.
Je nach Rasse und Veranlagung ist dieser natürliche Jagdtrieb unterschiedlich ausgeprägt.
Am problematischsten für Jogger und Co. sind „Sichtjäger“.
Diese Hunde reagieren auf schnelle Bewegungen in ihrem Sichtfeld und jagen dementsprechend alles, was sich bewegt.
Der Jagdtrieb muss vom Halter kontrollierbar sein.
Man kann und sollte den Jagdtrieb nicht wegtrainieren. Besonders Hütehunde jagen und hüten sehr gerne. Da ist es die Aufgabe des Halters dieses Verhalten im Griff zu haben.
Man kann seinem Hund beibringen, was er jagen und hüten darf und was nicht.


Verhalten bei unerwünschten Begegnungen mit frei laufenden Hunden

Wird man unterwegs unerwartet von einem frei laufenden Hund belästigt, sollte man versuchen cool zu bleiben.

Ist der Hund einfach nur überschwänglich und möchte zum Spiel auffordern ist es am einfachsten ihn zu ignorieren. Jede andere Reaktion auf ihn könnte der Hund als Erwiderung seiner Spielaufforderung sehen.

Kommt ein Hund laut bellend auf einen zu und bleibt kurz vor einem bellend stehen, sollte man diesen Hund nicht fixieren oder in die Augen starren. Dieser Hund möchte evtl. sein Revier verteidigen oder sein Herrchen beschützen.
Auch wildes herumfuchteln mit den Armen ist hier nicht unbedingt zu empfehlen.
Einfach locker stehen bleiben und sich langsam abwenden ist hier die beste Taktik.

Hunde sind Meister im Lesen von Menschen.
Ist man in der Lage ein wirklich überzeugendes „Hau ab“ an den Hund zu vermitteln wird das zu 99 % Erfolg haben und der Hund wird sich verziehen.
Ist das „Hau ab“ aber nur halbherzig, weil man Angst hat merkt das jeder Hund und wird sich davon nicht beeindrucken lassen.


Ganz wichtig

Es ist verständlich, wenn ihr euch in so einer Situation ärgert. Nur lasst euren Ärger nicht am Hund aus, sondern am Halter.
Der Hund lernt sonst nur das Jogger „böse“ sind und wird sich in der Zukunft noch schlechter gegenüber anderen Joggern verhalten.

Euren Ärger solltet ihr zu 100 % an den Halter richten. Versucht ihm klarzumachen, dass er dafür Sorge zu tragen hat, das sein Hund in der Öffentlichkeit keine Passanten zu belästigen hat.


Gemeinsam geht es besser

Egal, ob Sportler oder Hundehalter, versucht euch einfach mal in die Lage des jeweils anderen zu versetzen. Besteht nicht stur auf euer „Recht“, gegenseitige Rücksichtnahme kommt gut an und macht die Welt ein kleines Stückchen besser.





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